Für Fortuna-Handballer geht es nur noch um die Ehre

Nordkurier, 13.04.2019 von Stefan Thoms

Neubrandenburg. Ein Sieg zum Abschluss und der Sprung auf den vorletzten Tabellenplatz – für die Handballer vom SV Fortuna 50 Neubrandenburg geht es im vorerst letzten Ostsee-Spree-Liga-Heimspiel vor allem um die Ehre. „Wir wollen die Saison nicht als Tabellenletzter beenden“, sagte Fortuna-Präsident Michael Schröder schon nach dem vergangenen Wochenende, als der Abstieg in die MV-Liga durch die Niederlage beim HSV Insel Usedom besiegelt worden war. 

Heute haben die Neubrandenburger um 18 Uhr den Bad Doberaner SV zu Gast in der Webasto-Arena, es ist neben einem Landesderby auch das Duell der beiden Kellerkinder. Gewinnen die Fortunen, ziehen sie in der Tabelle zwar an Doberan vorbei, allerdings wären dann beide Teams definitiv abgestiegen. Es wäre ein herber Verlust für die Ostsee-Spree-Liga, die dann fast nur noch aus Berliner und Rand-Berliner Vereinen bestehen würde. „Das ist natürlich nicht der Sinn der Sache, weil wir in der Liga eigentlich die besten Mannschaften der drei Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg/Vorpommern gegeneinander spielen sehen wollen. Aber es gilt das Leitungsprinzip und an der aktuellen Auf- und Abstiegsregelung wird sich in naher Zukunft wahrscheinlich auch nichts ändern“, sagt Liga-Staffelleiter Lutz Glasewald.


Doberan kann mit einem Sieg in Neubrandenburg zumindest noch eine Minichance auf den Klassenerhalt wahren – auch wenn der DSV in seinen Vereins-Onlinemedien bereits nach der Heimpleite zuletzt gegen den BFC Preussen Berlin den eigenen Abstieg als perfekt vermeldet hatte. 

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