Fortunen zeigen schwache Leistung vor eigenen Fans

Im Bild: Moritz Hauschildt war gegen den BFC Preussen Berlin sechsmal erfolgreich. Mit der Fortuna verlor er am Ende dennoch mit 26:31. Foto: Heiko Brosin

Nordkurier, 03.12.2018 von Heiko Brosin

Bei der Weihnachtsfeier der Neubrandenburger Handballer dürfte es in diesem Jahr nicht so lustig zugegangen sein. Was die Männer in ihrem letzten Heimspiel dieses Jahres zeigten, hat den Trainer tief enttäuscht.

Neubrandenburg. Für ihre alljährliche Weihnachtsfeier denken sich die Handballer des SV Fortuna 50 Neubrandenburg jedes Jahr ein Motto aus. Für die Feier am Wochenende hatten sich die Frauen für „Bad Days“ entschieden – ein Motto, das auch zu den Männern und ihrem vorletzten Heimspiel in diesem Jahr gepasst hätte. 
Denn bei den Fortunen brannte sprichwörtlich der Baum. Trotz bester Vorzeichen verlor das Team von Trainer Marcin Feliks vor heimischer Kulisse sein letztes Spiel in der Hinrunde der Ostsee-Spree-Liga gegen den BFC Preussen Berlin mit 26:31. Die herbe Niederlage konnten auch die wieder zur Verfügung stehenden Spieler Lukasz Calujek und Tom Langschwager nicht verhindern. Maßlos enttäuscht zeigte sich auch Trainer Marcin Feliks, der nach dem Schlusspfiff minutenlang auf der Bank verharrte und das Ganze erstmal verarbeiten musste. 

Dabei begann das Spiel vielversprechend für die Fortunen. Nach dem ersten Tor der Partie, das den Berlinern gelang, antwortete Torjäger Calujek gleich mit zwei Treffern in Folge. Nahezu ausgeglichen verlief die erste Viertelstunde. In der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit bauten die Neubrandenburger den Abstand zu den Berlinern sogar auf bis zu drei Tore aus. Einen besonders sehenswerten Treffer erzielte Fortuna-Torwart Thilo Prodoehl. Kurz vor der Halbzeitpause (15:13) erspähte der Routinier das verwaiste Berliner Tor und verwandelte in der 29. Minute einen direkten Wurf zum 15:12. 
Nach dem Seitenwechsel fanden die Berliner jedoch immer besser ins Spiel. Knapp sieben Minuten waren gespielt, da lagen sie bereits mit drei Treffern in Führung. Das Zuspiel der Fortunen wurde durch die Gäste zunehmend erfolgreich gestört. Ein ums andere Mal scheiterten in dieser Phase des Spiels die Neubrandenburger auch am gegnerischen Torwart. Gut eine Viertelstunde vor Spielende schien den Neubrandenburgern so gar nichts mehr zu gelingen. In der 54. Minute scheiterte erst Calujek am Berliner Torwart, dann Robyn Saß. Ein anschließend gegebener Siebenmeter für die Neubrandenburger blieb zu guter Letzt ebenfalls beim Torwart hängen. 
Die nicht verwandelten Siebenmeter wurmten Feliks ganz besonders. Aber nicht nur dies: „Was wir in der zweiten Halbzeit gezeigt haben, war über weite Strecken indiskutabel.“ Viele Abschlüsse seien völlig unvorbereitet ausgeführt worden. „Mit der Brechstange erzielt man keine Tore“, sagte der Trainer. 
Auch der verletzte Felix Klepp war tief enttäuscht. „Wir haben heute leider unser Potenzial nicht abgerufen“, sagte er und fügte hinzu: „Ab Mitte der ersten Halbzeit war unsere Abwehr einfach nicht aggressiv genug. Uns fehlte die Torgefährlichkeit. Im Angriff passierten zu viele Ballverluste. Wir haben unsheute eher selber geschlagen als die Berliner.“ 
Im letzten Auswärtsspiel des Jahres treffen die Neubrandenburger Ostsee-Spree-Ligisten erneut auf eine Berliner Mannschaft. Kommenden Sonnabend geht es dann zum VfV Spandau. Anpfiff ist um 19 Uhr. 
SV Fortuna: Fornal, Prodoehl (1), Calujek (7), Gutjahr (7), M. Hauschildt (6/2), Rogalski (2), Gryszka (2), Stolt (1), Saß, Langschwager, O. Hauschildt, Bornkessel, Kühle 

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