Fortuna Handballer machen es spannend bis zum Schluss

Im Bild: Die Neubrandenburger Handballer um Stefan Stolt (am Ball) haben ihren Fans erneut ein dramatisches Heimspiel geboten. Foto: SV Fortuna ´50

Nordkurier, 17.09.2018 von Stefan Thoms

Die Neubrandenburger lieben offensichtlich aufregende Auftritte in eigener Halle. Wie schon gegen Spandau mussten die Fans lange zittern.

Erfreulicher Spieltag für die Handballer der Ostsee-Spree-Liga SV Fortuna ´50 Neubrandenburg. Fortuna machte mit dem 24:23 (10:10) gegen Ludwigsfelde den zweiten Saisonsieg perfekt. Dramatisch war es einmal mehr bei den Neubrandenburgern. Wie zum Saisonstart gegen Spandau hieß es am Ende 24:23, Fortuna-Heimspiele scheinen mit Zitter-Garantie zu verlaufen. „Wir haben stark verteidigt und auch unser Torwart Mateusz Fornal hatte einen sehr guten Tag. Ein höherer Sieg war möglich, aber leider haben wir zu viele klare Chancen vergeben“, sagte Michal Rogalski. Der junge Pole traf 30 Sekunden vor dem Abpfiff zum vorentscheidenden 24:22 und löste dadurch lautstarken Jubel auf der Tribüne aus. „Ich habe mich nur auf die Situation konzentriert, unabhängig von der Zeit auf der Uhr. Druck habe ich nicht gespürt. Ich wollte treffen, an mehr habe ich nicht gedacht.“

Fortuna begann stark, offensiv variabel und defensiv stabil. Überragend zu Beginn – Keeper Fornal. Durch seine Paraden setzte er die favorisierten Ludwigsfelder ständig unter Druck und gab seinen Vorderleuten die nötige Sicherheit. In der zweiten Halbzeit änderte sich das und beim 16:19 (45. Min.) dachten viele Fortuna-Fans schon, das Spiel sei verloren. „Wir haben bis zum Ende gekämpft und hatten dann auch das Quäntchen Glück. Für das Selbstvertrauen sind solche Erfolge enorm wichtig, besonders in unserer Situation mit den vielen verletzten Spielern“, meinte Siegtorschütze Rogalski. Für die Neubrandenburger geht es am Sonnabend weiter in Altlandsberg. 

SV Fortuna ´50: Fornal, Schumacher – Calujek (7), Langschwager (3/1), Kaatz, Landmesser, Rogalski (4), Kühle (2), Gutjahr (1), Stolt (4), Saß, Bornkessel (3), Kaczmarczyk 

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