Berlins Handballfrauen zum Schluss stark

Nordkurier 30.01.2017, von Stefan Thoms, Foto: Heiko Brosin

In der Ostsee-Spree-Liga gab es für die Fortuna-Damen aus Neubrandenburg eine besonders bittere Pleite.

Berlin. Konstant ist nur die Unkonstanz: Wie schon häufiger in dieser Saison zeigten die Ostsee-Spree-Liga-Handballerinen vom SV Fortuna ’50 Neubrandenburg zwei Gesichter innerhalb eines Spiels und vergaben dadurch eine gute Chance, sich doch etwas Luft im Abstiegskampf zu verschaffen. 

Nach einem Traumstart in die Partie beim Tabellennachbarn OSF Berlin verspielte das Team mehrere hohe Führungen und verlor am Ende 27:34 (15:15). „Unsere ersten 22 Minuten waren nahezu perfekt. Wir haben 12:6 geführt und hatten sogar die Möglichkeiten, uns noch weiter abzusetzen. Dann hat uns eine enge Deckung gegen Marlene Steffen komplett aus dem Tritt gebracht“, sagte Fortuna-Trainer Andre Schumacher. Mehrere taktische Umstellungen fruchteten nicht. 

Ohne die Tore von Steffen fehlte den Neubrandenburgerinnen der Druck aus dem Rückraum. Bis zum 20:20 konnte Fortuna noch dranbleiben, dann setzten sich die Gastgeberinnen immer weiter ab und verbuchten am Ende einen klaren Sieg. 

„In unserer Situation wäre wenigstens ein Punkt Gold wert gewesen. Aber auch so sehe ich gute Chancen für uns, die Ostsee-Spree-Liga zu halten. Wir haben unser nächstes Spiel erst in drei Wochen, dann ist ein Sieg zu Hause gegen den Tabellenletzten ProSport 24 Berlin allerdings Pflicht“, meint Schumacher. Die Fortuna-Frauen haben als Vorletzte drei Punkte Rückstand auf den ersten sicheren Nicht-Abstiegsplatz. Bis Saisonende sind es noch neun Spiele, darunter auch mehrere gegen direkte Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt in Deutschlands vierthöchster Spielklasse. 

Fortuna-Frauen: Bauch, Kadow – Dahn, Deinert (2), Forbrich (10/5), Gierke, Jänike, Kahl, Nehls (4/2), Niemann, Petznick, Sewina (1), Steffen (8), Sudbrock (2) 

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